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ELBBRÜCKE

 

 

 

Das ganze Wochenende wurde noch dran gefeilt. Fertig: Seit Montag erscheint die BZ im neuem Layout. :-)

 

 

Curt Pomp (Mitte) war schon in vielen anderen Städten wie zum Beispiel Lüneburg sehr erfolgreich aktiv. Links: Dr. Ralf-Peter Oelsner, Initiator für den neuen Arbeitskreis ABA, rechts Henning Bendler.

 

Er will die Bleckeder Innenstadt retten

Wer ist eigentlich dieser Curt Pomp?

Bleckede. Curt Pomp, ja, schon mal gehört, wer war das noch gleich? Er bezeichnet sich selbst als Bildhauer, Restaurator, Designer, Architekten.

„Ich lebte lange in Würzburg, in Deutschland war nach dem Kriege vieles kaputt, Lüneburg aber nicht,“ erzählt Pomp. „In der Altstadt sollten viele Häuser einfach abgerissen werden. Im Bauamt sagte man zu mir: Das ist alles 200 Jahre alt, das kann weg. Die Banken gaben für die alten abgesackten Häuser keine Hypotheken mehr, heute ist die Lüneburger Altstadt eines der schönsten Wohngebiete und sehr gefragt. Ich gründete den Arbeitskreis für die Revitalisierung der Altstadt, später Arbeitskreis Lüneburg Altstadt (ALA)“, so Pomp im Gespräch mit der BZ.

„Damals gab es in Lüneburg Pläne, unter dem Marktplatz eine Tiefgarage zu bauen, ich wusste aber, das Rathaus ist auf Sand gebaut, wenn man dann eine Tiefgarage baut, geht das ins Auge. Wir sammelten 11.000 Unterschriften dagegen und die Statiker meldeten sich ebenfalls zu Wort und bestätigten meine Bedenken. Das Projekt war gestorben.“ In den 70er Jahren wurden in Lüneburg 170 Häuser abgerissen, sie konnten damals für 5000 DM pro Haus gekauft werden. Der Abriss wurde sogar vom Land bezahlt.

Kennt man Curt Pomp im Landkreis Lüneburg als „Retter der Altstadt“, so war und ist er aber auch in anderen Städten aktiv: In Werben (Sachsen-Anhalt, LK Stendal), war nach der Wiedervereinigung vieles verfallen, aber nicht abgerissen. „Ich organisierte Biedermeier-Märkte, meine Postkutschen waren auch im Einsatz. 27 Häuser wurden an gute Leute vermittelt. Bei den Handwerkermärkten war absolut alles original – und die Handwerker gingen dort gleich mit gut gefüllten Auftragsbüchern nachhause.“ Heute wirbt Werben mit dem Titel „Biedermeier-Stadt“. „Ich hätte 10 Jahre früher da sein sollen, dann hätte man noch mehr retten können.“ Noch heute gibt es viele alte Verbindungen zu Bleckede und Neuhaus aus der ALA-Zeit, zu den Handwerkern aus unserer Region.

Man merkt, dass Curt Pomp mit dem Herzen dabei ist: „Jedes einzelne Haus ist wichtig, der Charakter einer Stadt ändert sich mit jedem Haus, das gut oder schlecht umgebaut wird. Entkernung - wie beim Café am Markt in der Breiten Straße - ist das Schlimmste, das man machen kann. Jeder Stein, der bleiben kann, spart dabei dem Hausbesitzer Geld. Die Innenstadt Bleckedes kann ein echtes Schmuckkästchen werden.“

Seit 1997 gibt es für Bleckede keine Städtebauförderung mehr. Die neue Fassade des Firmengebäudes der Bleckeder Zeitung war die letzte bezuschusste Maßnahme. Der neu zu gründende Arbeitskreis für unsere Heimatstadt will sich für eine Neuauflage der Städtebauförderung einsetzen. Ein wichtiges und nötiges Ziel, das Unterstützung in jeder Form verdient; jeder Bürger würde davon profitieren, nicht nur Hauseigentümer, Firmen und der Tourismus. Jeder Bleckeder sollte den Arbeitskreis unterstützen, denn jeder Bürger möchte doch in einer schönen Innenstadt leben.

Bleckede kann sich glücklich schätzen, so einen außergewöhnlich erfahrenen Architekten, der mit viel Herz und Kompetenz dabei ist, als Berater an seiner Seite zu haben. CS

 

Am Donnerstag, 28.2., wurde die ABA gegründet. Den Bericht dazu finden Sie in der BZ vom Montag, 4.3.2013!

 

  

 

Aktion „Bleckede ganz Herzlich!“
vom 7. bis 14. Februar 2013


Bleckede. Auch in diesem Jahr fand wieder passend zum Valentinstag die Aktion „Bleckede ganz herzlich“ statt, wiederum vom 7. bis 14. Februar.
Die Geschäfte dekorierten wieder ihre Schaufenster passend zum Motto. Bei jedem Kauf in einem der teilnehmenden Geschäfte gab es ein Los, dieses Los wurde - versehen mit der Adresse - bei den entsprechenden Geschäften abgegeben werden. Alle Kunden bekamen ein Los, egal welche Kaufsumme oder Alter des Käufers.
Am Ende der Aktionswoche wurden folgende Gewinne unter allen abgegebenen Losen verlost. Zu gewinnen waren::
1. Preis: Ein romantisches Dinner für zwei
2. Preis: Eine urige Brotzeit
3. Preis: Zwei Krüge Bier
Die Verlosung fand statt am Donnerstag, 14.2. (Valentinstag), um 18 Uhr in der Innenstadt. Spezielle Aktion: Jede Kundin bekammt am Valentinstag eine Rose. Ziel der Aktion ist, den Bürgern zu zeigen: In Bleckede ist was los!

(Layout und Druck der Plakate und Lose zu "Bleckede ganz HERZlich": bz-druck, die Druckerei in der Einheitsgemeinde Bleckede)

Die Gewinner finden Sie in der BZ vom 18.2.2013.

 

 

 

Aktuell in der Bleckeder Zeitung:

  

 

 

Montag, den 6. Mai  2013  |  Nr. 54  

Seite 1:
· Sonderseite: Barskamp im Zirkusfieber:
Grundschüler atmen eine Projektwoche
 lang Zirkusluft!



Seite 2:
· TV Neuhaus verliert das Elbderby
· Insektensafari im Jugendzentrum Dahlenburg



Seite 3:
· Circus in Barskamp
· Fußball am Wochenende:
VfL Bleckede gewinnt


 Seite 4:
· Plattsnackers von beide Siet de Elv dreipen sick in Neihuus
· Polizeiberichte
· Circus in Barskamp

   
Seite 5:
· Wittorf/Lüneburg - Polizei fragt: Wer kann Hinweise zu
Jacke & Schuhen geben?
· Die Netz-Ecke @ BZ


   Seite 6:
· SPORTSEITE:
· HSV nicht europapokalreif:
Nur 1:1 gegen Wolfsburg
· Neu: Fraustballergebnisse
· DSDS: Es wird ein Mädchen!


 Seite 7:
· Walmsburg: Flächenbrand
· Leserbrief: Zum Gedenken an
das Kriegsende Mai 1945
· Jubel bei den Fußballern des VfL Bleckede



  Seite 8:
· Gemeindefeuerwehrtag Amt Neuhaus in Haar:
Auch 2013 bleibt der „Pott“ in Stapeler Hand
Beim Gemeindewettkampf zeigten die Feuerwehrleute ihr Können
· Das Wochen-Horoskop


Seite 9:
· Welttag des Buches an der OBS Neuhaus
· SG Tripkau: Neues vom Schach!
SG Tripkau - 40 Jahre Bezirksklasse im Schach
· Polizeiberichte

 
Seite 10:
· 30. Feuerwehr 10-Kampf der Feuerwehr Garlstorf/Elbe
· Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes
entschärfen Weltkriegsbombe
 

Seite 13:
· Baurecht begrenzt Agrarfabriken
zugunsten von Bauern, Bürgern und Umwelt
· Niedersachsen hat viele Schwalbenfreunde - NABU-Projekt
„Schwalben willkommen!“: NABU bittet um Meldungen

· KKS Bavendorf: 50 Jahre Damenabteilung


Seite 16:
· Fischumzug im
Biosphaerium Elbtalaue Bleckede
· RuF Dahlenburg: Regionaltag als Start
 in die Freiluftsaison 2013

 

 

 

 

Jahreshauptversammlung der FF Bleckede-Mitte:

18 Brandeinsätze für die Wehr


Bleckede. Lang war die Reihe der vom Bleckeder Ortsbrandmeister Axel Bormann in seinen Eröffnungsworten zu Beginn der Jahreshauptversammlung begrüßten besonderen Gäste oder Mitglieder der FF Bleckede im großen Gruppenraum am Bleckwerk.
Bürgermeister Jens  Böther, Stadtbrandmeister Henning Banse und sein Stellvertreter Hermann Blanquett jun., K.-D. Pohl von der Polizei, H.-D. Beckmann von der Diensthundeschule Bleckede, Urte Schwaberau als Vorsitzende des Feuerschutz- und Katastrophenschutzausschusses, Ehrenmitglieder, Angehörige der Altersabteilung und des Förderkreises der FF Bleckede wurden genauso herzlich begrüßt wie eine Abordnung der FF Neuhaus und der gerade neu ins Amt beförderte Bezirksschornsteinfeger Sascha Rutzen.
Stellvertretender Ortsbrandmeister Ralf Weber hielt ausführlich Rückschau auf insgesamt 18 Brandeinsätze, 7 Fehlalarme bzw. Alarmübungen sowie 29 Hilfeleistungseinsätze im abgelaufenen Jahr 2012 und konstatierte einen Rückgang um immerhin mehr als  20 % gegenüber dem Jahr 2011.
Dennoch kamen insgesamt 773 (...)

Lesen Sie den vollständigen Artikel (ca. fünfmal so lang) in der BZ vom 4.2.2013.

 

 

 

 

Regionale Wirtschaft ist für die Brücke


Bleckede/Amt Neuhaus. Die Unternehmer befürworten eine feste Elbquerung zwischen Darchau und Neu Darchau. Das ist das zentrale Ergebnis einer Befragung im östlichen Teil des Landkreises Lüneburg und der angrenzenden Samtgemeinde Elbtalaue im Landkreis Lüchow-Dannenberg, an der sich 616 Unternehmer beteiligten. Die Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg, die Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade und die Kreishandwerkerschaft Lüneburger Heide hatten gemeinsam ihre Mitgliedsunternehmen nach ihrer Haltung zum Brückenbau befragt.
Die Ergebnisse sprechen für sich: über zwei Drittel der Befragten votierten für den Bau der Brücke.
Die Zustimmung der Unternehmer aus dem Amt Neuhaus fiel mit 93 Prozent noch deutlicher aus. Bei Unternehmen mit einer höheren Beschäftigtenzahl war die Zahl der Befürworter des Neubauprojektes am größten. Die Ergebnisse bestärken beide Kammern in ihrem Engagement für die Brücke: Die Industrie- und Handelskammer und die Handwerkskammer haben in der Vergangenheit bereits mehrfach auf die Notwendigkeit eines Brückenbaus hingewiesen, um die regionalwirtschaftliche Entwicklung in den elbnahen Gebieten voranzubringen. „Nach diesem eindeutigen Votum der Unternehmerschaft appellieren wir an die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Lüneburg, sich am 20. Januar für die Brücke zu entscheiden“, so der gemeinsame Appell von Norbert Bünten, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade und Michael Zeinert, Hauptgeschäftsführer der IHK Lüneburg-Wolfsburg.
Die zwischen Darchau und Neu Darchau verkehrende Fähre „Tanja“ stellt zurzeit die Querungsmöglichkeit dar, die am häufigsten genutzt wird. Demzufolge besteht hier ein Bedarf, der den Bau einer Brücke genau an dieser Stelle sinnvoll erscheinen lässt. Unterstrichen wird dies dadurch, dass Dreiviertel der Nutzer der Fähre „Tanja“ eine feste Überfahrmöglichkeit fordern. Sie erhoffen sich zeitliche Ersparnisse, eine bessere Verbindung zu Kunden, für Lieferanten und Mitarbeiter sowie Kostenvorteile. Weitere Argumente sind eine Unabhängigkeit von den Fährzeiten und der Witterung.
Das Amt Neuhaus wurde nach der Wiedervereinigung als einzige Gemeinde der ehemaligen DDR einem westlichen Bundesland angeschlossen. Doch noch immer hat das Amt Neuhaus keine feste Anbindung über die Elbe an den westlich des Flusses gelegenen übrigen Landkreis Lüneburg. Am 20. Januar haben die Bewohner des Landkreises Lüneburg Gelegenheit, in einer Abstimmung ihre Haltung zum geplanten Brückenbau abzugeben.

 

Aktuelles zur Elbbrücke!

  

 

 

 

Einsatz für die Zukunft

der Region und darüber hinaus


Neuhaus. „80% der Mittel gelten ausschließlich für die Brücke, dürfen nicht für andere Dinge verwendet werden“ machte Karl-Heinz Hoppe, 1. Vorsitzender von „Brücken bauen e.V.“ auf der Mitgliederversammlung im Hotel Hannover deutlich. „Wenn die Brücke nicht gebaut werden sollte, gehen diese finanziellen Mittel für unser

e Region verloren“. Auf der letzten großen Generalversammlung vor der Bürgerbefragung wurden Schritte diskutiert, um die Blicke unserer Mitbürger aus den anderen Teilen des Landkreises auf die besondere Lebenswirklichkeit im Ostkreis aufmerksam zu machen. Wie wir wissen,  hat jede Gemeinde im großen Flächen-Landkreis Lüneburg eigene Aufgaben zu bewältigen. Wir sitzen alle im gleichen Boot. Aber eine lebenswerte Zukunft muss für alle Einwohner des Landkreises Lüneburg gleichermaßen gelten. Zu Beginn der Mitgliederversammlung konnte der Vorstand des Brückenvereins einen Scheck über 400 Euro in Empfang nehmen.
Ulf Göldner, 1. Vors. vom „Verein Tourismus und Wirtschaft“, Neuhaus, gab gleichzeitig mit der Überreichung des Schecks  den Beitritt des Vereins „Tourismus und Wirtschaft“ im Verein „Brücken bauen“ bekannt. Schatzmeister Lutz Röding freute sich über den Geldbetrag und über das neue Mitglied. Er konnte in seinem Kassenbericht geordnete finanzielle Verhältnisse darlegen. „Der Mitgliederstatus beläuft sich augenblicklich auf etwa 3000. Zahlreiche Vereine sind „Brücken bauen e.V.“ beigetreten. Wir benötigten Geldmittel für die Organisation  des Brückenfestes“. Wie der Vorstand darlegte, sind vor der Bürgerbefragung am 20. Januar weitere Aktionen geplant, die finanziert werden müssen. Hierzu fasste die Mitgliederversammlung einstimmig zwei weitere Beschlüsse: Der Mitgliederbeitrag beträg

t jährlich weiterhin 30,-. Der Beitrag 2013 wird am 15.1. eingezogen.
Karl-Heinz Hoppe dankte für das Abstimmungsergebnis: „Es ist wichtig, dass wir auch noch vor der Bürgerbefragung finanziell beweglich sind.“
Jörg Sohst berichtete den Anwesenden über die Werbeaktionen. Werbebanner sollen im Lüneburger Bereich an Eisenbahnbrücken  angebracht werden. Man will die Menschen im Westkreis so auf die Abstimmung am 20.1. aufmerksam machen.
Hinreißend der Werbefilm, der am 29.11. um 16 Uhr, im Cinestar 1, Lüneburg vorgestellt wird. Wer möchte, kann sich vorher während  eines lockeren Zusammentreffens  mit den Jugendlichen, die beim Drehen des Werbespots mitgewirkt haben, über den Filmdreh austauschen. Die Mitgliederversammlung diskutierte geeignete Werbemaßnahmen mit folgendem Ergebnis:
1. Die von Dietrich Kramer, Stapel, zusammengestellten Pressedokumentationen zum Bau der Elbbrücke, werden in einigen Orten des Westkreises präsentiert. Es handelt sich um Aussagen von Politikern, wie sie seit Jahrzehnten erfolgt sind. Historisch unglaublich interessant. Sie machen nachdenklich.
2. „Ich bin für die Elbbrücke, weil mein Kind endlich einen kindgerechten Schultag haben soll“ - Vereinsmitglieder und  Bürger schalten Bekenneranzeigen in der Presse.
3. „Kommt mit einem Licht auf den Deich“, sagte Karin Ose-Röckseisen. Menschenkette am 12. Januar, 17 Uhr mit Fackeln, Laternen und Kerzen auf dem Deich in Darchau und in Walmsburg.
Gegen Ende der Versammlung richtete Karl-Heinz Hoppe den Blick auf die Kreisverwaltung in Lüneburg. Er mahnte diese an, sich mit  Mut und mit Ernsthaftigkeit um die Brücke zu kümmern; er sprach vom Weg nach Brüssel und von der Kontaktaufnahme zum Petitionsausschuss des Bundestages, weil es beim Bau der Brücke um ein Projekt der Deutschen Einheit geht.                                          KF

 

 

 

 

Umweltminister Dr. Stefan Birkner beim 2. Bürgergespräch der FDP in Karze zum Leben im

Biosphärenreservat:
 

„Dem Hochwasserschutz  gilt  höchste Priorität“


Karze. Die Ausgewogenheit  von Natur und Mensch in einer seit Jahrhunderten geprägten Kulturlandschaft zu leben und entsprechend der §§ 27 und 28 des Gesetzes über das Biosphärenreservat „Niedersächsische Elbtalaue“ (in Kraft getreten am 23.11.2002) die  „nachhaltigen Wirtschafts- und Nutzungsweisen“ umzusetzen, standen als Themen auf der Tagesordnung des 2. Bürgergespräches  zu dem Ragna Gustafsen-Witte  und Klaus Dützmann (beide FDP) eingeladen hatten. Hoher Gast  beim Bürgergespräch: Dr. Stefan Birkner, Niedersachsens Minister für

Umwelt, Energie und Klimaschutz. Der Minister hatte  anlässlich des 10jährigen Bestehens des Biosphärenreservats Elbtalaue an der Jubiläumsfeier im Bleckeder Haus teilgenommen.
Auf der gut besuchten Veranstaltung in Karze berichteten interessierte Bürger in konstruktiver Atmosphäre  und fachlich kompetent  über die positive Entwicklung und Verwertung der im Elbvorland wachsenden Buschgehölze zur Erzeugung von alternativen Energien.  Hans-Wilhelm Stabe informierte über die Arbeit des „Verein zum  Schutz  der Kulturlandschaft und des Eigentums im Elbtal e.V.“ Im Hinblick auf die Holzverwertung stellte H.-W. Stabe die gute Zusammenarbeit mit den Landkreisen Lüneburg, Lüchow-Dannenberg und der Biosphären-Reservats-Verwaltung heraus. Landwirtschaftliche Betriebe der Region  unterstützen  beim Rückschnitt der Gehölze, ein Beispiel für gelebte Netzwerkarbeit im Biosphärenreservat.  Angesichts des erforderlichen Hochwasserschutzes mahnte H.-W. Stabe allerdings an, die nötigen bürokratischen Genehmigungen zügiger zu erledigen. Bei allem Verständnis für die Verwaltungstätigkeiten, hält er es für dringend geboten,  zielorientierter zu arbeiten. „Wenn die Wassermassen nicht abfließen können, sind ein paar Zentimeter schnell zu viel für die Deiche“, sorgte sich  Hans-Wilhelm Stabe zu Recht.  Mit ihm sorgen sich die Einwohner der Region um ihre Sicherheit. Durch die Beseitigung der Verbuschung, eine Maßnahme der Landschaftspflege,  wird einerseits in hohem Maße dem Hochwasserschutz Rechnung getragen und andererseits werden regenerative Stoffe zur Energieerzeugung gewonnen, ganz im Sinne des Zusammenlebens von Mensch und Natur in einem Biosphärenreservat (s.o.). Die Bedeutsamkeit, die Buschgehölze zu Pellets oder zu Hackschnitzel zu verarbeiten, stellte Klaus Bockelmann, Bockelmann Holz GmbH, heraus. Nach seinen Worten geht von 80 Mio. Festmeter Holz in unserem Land die Hälfte als Energieträger durch den Schornstein. Wie wir alle wissen, besteht in der industriellen Fertigung ein erheblicher Bedarf für den nachwachsenden Rohstoff Holz.  Es geht in diesem Fall in unserem Land auch um den Erhalt von  Arbeitsplätzen in der holzverarbeitenden Industrie, so dass  im weiteren Sinne eines nachhaltigen Wirtschaftens auf die Gewinnung von Energieträgern aus dem Rückschnitt der Buschgehölze nicht zu verzichten ist. Mit dem Blick auf die Energiewende diskutierte man den Bau von  Biogasanlagen und Windparks. Energie wird künftig in vielen Fällen dezentral erzeugt werden.  Die Bürger setzen sich damit intensiv auseinander, machen sich sachkundig und möchten bei Entscheidungsfindungen einbezogen werden. Man will weg von der Atomkraft und den Kraftwerken, die fossile Brennstoffe verwenden. Bisher dürfen in der Elbtalaue keine Windräder errichtet werden. Biogasanlagen sind erlaubt. Ihre Abwärme ist sinnvoll zu nutzen. Nach Meinung von Umweltminister Dr. Stefan Birkner gehört es zu den Zielen eines Biosphären-Reservates, dass Mensch und Natur im Einklang leben. Das sei ein ständiger Weg, so der Minister. „Es muss der Pragmatismus Vorrang haben.  Im Zweifelsfall hat der Hochwasserschutz die höchste Priorität“, hob Umweltminister Dr. Stefan Birkner hervor.       KF

 

 

 

 

Heftige Diskussionen kündigen Wahlkampf an...


Kreistagsitzung: Landkreis erhält vom Land Niedersachsen auf einen Schlag Entschuldungssumme von 71,8 Mio. Euro


Zuerst bat Landrat Manfred Nahrstedt um das Wort. Vor der Sitzungseröffnung brachte  er den Anwesenden das Workcamp des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge ins Gedächtnis zurück. Es hatte während des Sommers stattgefunden. Jugendliche Workcampteilnehmer  aus Polen, Italien, Ukraine, Russland und Deutschland hatten im Landkreis und der Stadt Lüneburg Gräber von Kriegsopfern gepflegt, so auch in Bleckede. Gleichzeitig führten  die Jugendlichen die  Aktion  „Rote Hände“ durch, ein Zeichen gegen den Einsatz von Kindersoldaten.  Sie hatten viele Menschen geworben, ihre, in rote Farbe getauchten, Hände auf ein Blatt Papier zu drücken. 456 Handabdrücke  lagen Landrat Nahrstedt jetzt vor. Am 15.10. erhielten nun die  Kreistagmitglieder und die Zuhörer ebenfalls Gelegenheit, mit roten Handabdrücken gegen den Missbrauch von Kindern als bewaffnete Kämpfer zu protestieren.

In finanziell schwierigen Zeiten konnten Landkreis-Kämmerer Jürgen Wiegert und der Landrat unter TOP 5 eine positive Nachricht verkünden. Das Land Niedersachsen wird gemäß  Zukunftsvertrag  zum 1.1. auf einen Schlag die Entschuldungshilfe von 71,8 Mio. Euro an den Landkreis Lüneburg auszahlen. Der Landkreis wird aber nicht sofort bestimmte Schulden zurückzahlen können, weil einige Kredite fest gebunden sind und Vorfälligkeitsentschädigungen zu zahlen wären. Man wird daher eine bestimmte Summe gewinnbringend anlegen und zum Fälligkeitsdatum den Kredit ablösen. Dem Beschluss stimmten alle KT-Mitglieder zu. „Angesichts dieser positiven finanziellen Lage schulden wir dem Land Dank“, merkte  Günter Dubber  an. Einstimmig wurde der Jahresabschluss und der Lagebericht des Betriebs Straßenbau und –unterhaltung angenommen (TOP 6). Den in der Bilanz ausgewiesenen Fehlbetrag von 76881,28 Euro hofft man durch den Jahresüberschuss 2012 abzubauen. Zu diesem Punkt ergänzte Wilhelm Kastens, dass das Raumordnungsverfahren zur Elb-Brücke in den nächsten Wochen abgeschlossen sein wird. Man könnte dann das Planfe

ststellungsverfahren in Angriff nehmen.

Einstimmig wurde der Antrag der Gruppe SPD/Grüne angenommen, die Bundesregierung aufzufordern, den Planungsstopp für den Neubau eines Aufstiegswerkes  am Elbe-Seiten-Kanal in Scharnebeck aufzuheben und das Planfeststellungsverfahren mit dem Ziel einzuleiten, bis 2015 das Projekt planungsreif im Bundesverkehrswegeplan mit höchster Priorität darzustellen. „Nicht nur den Elbe-Seiten-Kanal ertüchtigen, sondern auch die Mittelelbe ausbauen. An der Mittelelbe sind neue Häfen entstanden oder in der Planung“, wandte Harald Heuer ein; „ in Lauenburg hat man eine Schleuse gebaut, die Europa – Schiffe aufnehmen kann.“ Andrea Schröder-Ehlers erklärte dazu, dass ein Beschluss des niedersächsischen  Landtags aus 2007 vorliegt, die Mittelelbe nicht auszubauen. „Die Region lebt vom Tourismus.“
Dem Antrag von SPD/Grünen über die Integration und die Wiedereingliederung von Menschen mit Behinderung stimmten alle zu.
Immer ein aufregendes Thema: Die Fähren, die Fährkosten und Brücke
Die Gruppe SPD/Grüne legte einen Beschlussvorschlag vor,  den Betrieb der Fähren in Bleckede und Neu Darchau hinsichtlich Verbesserungsmöglichkeiten zu überprüfen, ein abgestuftes Tarif-Konzept zu erarbeiten, 10 er und Monatskarten zu bezuschussen, sogar mit den Fährbetreibern über eine kostengünstige Jahresvignette zu verhandeln. KTA  Martin Gödecke: „Neu Darchau kann gar nicht von der Kreisverwaltung überprüft werden, weil sie dafür nicht zuständig ist.“  
Der genannte Vorschlag wurde mit den Stimmen von SPD/Grünen angenommen. Des Weiteren gab es einen Antrag der CDU/RRP-Fraktion auf eine kostenfreie Nutzung der Elbfähre  Bleckede. Nach heftigem Schlagabtausch wurde der Antrag der CDU/RRP-Fraktion mehrheitlich abgelehnt. „Was man versprochen hat, muss man auch halten. Der Kreistag kann hier ein Zeichen setzen. DIE LINKE will den Brückenverein unterstützen“,  so warb Die LINKE  für die Mitgliedschaft des Kreistages im Verein „Brücken bauen e.V“.

Nach diesen Worten war Oliver Glodzei, Grüne, nicht mehr zu halten. Er geriet außer sich. Mit abwertenden Ausdrücken konterte er: „Lachhaft..., noch nie so gelacht...,  keine Idee ist blöd genug, um vorgebracht zu werden.“ Er bezeichnet den Antrag als hanebüchen. Den Verein „Brücken bauen e.V“  nannte er einen Heulclub, der auf die Tränendrüsen drückt. Glodzei: „CDU und LINKE machen aus dem Kreistag ein Kasper-Theater.“
Harald Heuer, CDU: „Der Verein „Brücken bauen“ ist ein Sprachrohr der Menschen, die hinter dem Bau der Elbbrücke stehen. Wir würden dem Antrag zustimmen.“ Auch die FDP unterstützte den Antrag der Linken. Landrat Manfred Nahrstedt betonte, dass der Kreisausschuss die Ablehnung dieses Antrages empfohlen hat, weil der Kreistag das Geschehen zum Bau der Brücke begleitet. Jedes Kreistagmitglied könne als Person Mitglied im Verein „Brücken bauen“ werden.
Die CDU/RRP-Fraktion beantragte die Aufhebung der Bürgerbefragung am 20.1., damit dem Landkreis die dafür nötigen Aufwendungen erspart bleiben. Sie beruft sich auf einen Schriftwechsel mit der Nds. Staatkanzlei zur Finanzierung der Elbbrücke.
Auch hier prallten die Meinungen der Fraktionen wieder erheblich aufeinander. Jeder legte die Schreiben auf seine Weise aus. Birte Schellmann, FDP: „Dicke Bretter bohren gehört zum Politik machen dazu.“ Gisela Plaschka, FDP: „Wir halten die Aufhebung der Bürgerbefragung für sinnvoll.“ Landrat Manfred Nahrstedt sprach sich nach wie vor für die Bürgerbefragung aus. Seiner Meinung nach sind die Aussagen aus Hannover nicht eindeutig genug. Die Mehrheitsgruppe  Rot/Grün lehnte den Antrag, die Bürgerbefragung aufzuheben, ab.

(Den vollständigen Artikel (doppelte Länge) finden Sie in der BZ vom 18.10.2012)

  

 

 Mehr zum Thema Elbbrücke hier!

 

 

 

  

 

 

100 PS und 3,5 l Verbrauch –

was will man mehr?
Einfach mal einen Yaris wagen!

 

Bleckede. Noch vor der eigentlichen Präsentation am Sonnabend hatte die BZ Gelegenheit, den neuen Toyota Yaris mit Hybridantrieb probe zu fahren.

Wir steigen ein und fragen, was beim Fahren so alles zu beachten ist. „Nichts“, antwortet Guido Kröcher, Toyota-Verkäufer aus Bleckede. „Er fährt sich wie ein ganz normales Automatik-Fahrzeug. Einfach das Bremspedal betätigen und den Zündschlüssel drehen.“ Doch nichts passiert. „So der Motor läuft, den Automatikhebel auf D und los geht’s!“ Der Autor schaut irritiert. „Hier: Die Ready-Lampe leuchtet“ und in der Tat, als ich die Bremse löse, rollt das Auto komplett geräuschlos los. Der E-Antrieb fasziniert einfach immer wieder.

 

 

 

 


„Hybrid Synergy Drive“ bedeutet aber, dass das Auto gleich zwei Motoren hat, einen konventionellen Vierzylinder-Verbrennungsmotor und dazu einen E-Motor, ergibt eine Systemleistung von genau 100 PS: Nicht schlecht in der Polo-Klasse, aber beim Elektroantrieb steht das maximale Drehmoment quasi sofort zur Verfügung, darum schießt der Yaris Hybrid wirklich blitzartig davon.
Die Energiefluss-Anzeige belegt, was der Prospekt verspricht: Sobald man vom Gas geht, lädt der Verbrennungsmotor die Batterie für den E-Motor auf, auch die Bremsenergie wird für die Rekuperation genutzt. Verfügt die Batterie über genug Ladung, unterstützt der E-Motor beim Beschleunigen und rein elektrisches Fahren erlebt man erstaunlich oft und bis zu 50 km/h.
Der Yaris Hybrid unterscheidet sich vom letztes Jahr vorgestellten Standard-Yaris durch eine eigenständige Front mit LED-Leuchten in den Scheinwerfern und den Rückleuchten (ab Life). Wie bei VW und Mercedes steht auch bei Toyota die Farbe Blau für Umweltbewusstsein, was an den blau gehaltenen Instrumenten und den ebensolchen Hybrid- und Toyota-Emblemen zu erkennen ist. Blau sind auch die Ziernähte am Lederlenkrad und den Sitzen, die Ausstattung ist japanisch großzügig, so ist z.B. die Klimaanlage serienmäßig, was den überraschend günstigen Preis von 16.950 Euro noch weiter relativiert.

 

 

 


Der ansprechende Innenraum mit genug Platz für vier, der große Kofferraum (seine Größe bleibt vollständig erhalten trotz der Batterie), die top Ausstattung, die in dieser Klasse einzigartig aufwändige Technik, die oft völlig lautloses Fahren ermöglicht – all dies hebt den Yaris Hybrid deutlich aus seiner Klasse hervor. Das perfekte Zusammenspiel muss man selbst erlebt haben – Gelegenheit dazu hat jedermann beim Autohaus S & K, August-Horch-Straße 9, in Lüneburg.
CS

 

 

 

 

Willkommen bei der BLECKEDER ZEITUNG!

Die Bleckeder Zeitung, die aktuelle Zeitung für die Einheitsgemeinde Bleckede, das Amt Neuhaus und den Landkreis Lüneburg. Unabhängig und überparteilich, mit amtlichen Bekanntmachungen.

   

 

Das Wetter in Bleckede mit 5-Tages-Prognose:

 Urlaub Butjadingen - © Nordseewolf.de

Erste Fahrt mit der Bleckeder Kleinbahn durch den wunderschönen Frühling:

Mit Genuss Reisen statt nur zu Fahren

Bleckede heißt den Heide-Elbe-Express willkommen und dankt der AVL!

Bleckede/Lüneburg. Natürlich ganz pünktlich um 9.38 Uhr startet Lokführer Matthias Strohmeyer den Antrieb und der Heide-Elbe-Express setzt sich am Hauptbahnhof Lüneburg vom Gleis 4 aus in Bewegung. Der Wettergott freut sich über den schönen roten Triebwagen der AVL und los geht es in wechselndem Tempo durch die gerade erblühende Landschaft Richtung Bleckede. Am Stadtrand Lüneburgs durchschneidet Oberbürgermeister Ulrich Mädge symbolisch das Band zur Freigabe der Strecke. Er war, ebenso wie Bleckedes Bürgermeister Jens Böther, MdL Karin Bertholdes-Sandrock, MdB Eckhard Pols, stellvertretende Landrätin Nicole Ziemer sowie MdL Andrea Schröder-Ehlers bereits am Startbahnhof zugestiegen. Der Triebwagen beeindruckt mit seinem guten Zustand, es ist Baujahr 1955 und wird von zwei Dieselmotoren mit jeweils immerhin 220 PS angetrieben. Die möglichen 70 km/h Höchstgeschwindigkeit werden bis jetzt auf der Strecke Bleckede-Lüneburg noch nicht ganz gefahren, da sich (wie auf der Straße) die erlaubte Geschwindigkeit nach dem Streckenzustand richtet.

Als Fahrgast genießt man die Fahrt, es ist eben nicht fahren wie man es im Alltagsstress gewöhnt ist – sonder REISEN, Entspannung und Genuss und völlig neue Blickwinkel auf unsere Gegend und ihre Orte. Die AVL hat noch einen zweiten solchen Triebwagen, er wird derzeit aufgearbeitet. „Spenden sind jederzeit willkommen“, hören wir im Zug. Überall spürt man die Passion der Mitglieder der AVL (Arbeitsgemeinschaft Verkehrsfreunde Lüneburg) für ihr neuestes Projekt, ein Projekt, dass jede Unterstützung verdient. Als Fahrgast ist man erstaunt, wie gut der Zustand der Strecke ist und das umso mehr, wenn man sich die Strecke vor den umfangreichen Arbeiten bei Wind und Wetter einmal angesehen hat.

In Ebensberg steigt Ortsvorsteher Heiko Dörbaum zu, der nächste Stopp ist am „Lim’s“ in Erbstorf. Dann folgt der schnellste Streckenabschnitt: Am Elbe-Seitenkanal zwischen Erbstorf und Scharnebeck liegt er, die dort erlaubten 50 km/h werden auch voll gefahren. In Scharnebeck gibt BM Laars Gerstenkorn die Strecke frei und steigt zu, überall freuen sich die Menschen und fotografieren den Heide-Elbe-Express H.E.X. Als Fahrgast nimmt man jeden Kilometer ganz bewusst wahr, das kennt man vom Autofahren her gar nicht mehr. Rullstorf und Boltersen werden angefahren, dann Neetze. Vor Neu Neetze beim Betonwerk wird das einzige Mal auf der Strecke die Landstraße gekreuzt. Durchs Bleckeder Moor führt der Weg, einzig in der letzten Kurve vor Bleckede (altes Klärwerk) spürt man etwas huckelige Schienen. Zum ersten Mal fährt der Heide-Elbe-Express im Bahnhof Bleckede wieder ein, ein festlicher Moment, begleitet von der Bleckeder Blasmusik unter Dr. Sevecke.

Hans Dierken, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Verkehrsfreunde, freut sich über die zahlreich erschienene Bevölkerung: „Die Bleckeder Kleinbahn ist eröffnet, damals öffnete sie Wirtschaftsmärkte.“ 1904 startete sie, 1919 wurde die Strecke durch das Bleckeder Moor gelegt, bis 1977 gab es den Linienpersonenverkehr der OHE, dann nur noch die Busse und einige Güterzüge fuhren noch. Es wurde kaum in die Strecke investiert, als sie stillgelegt werden sollte, nahmen die Verkehrsfreunde als einziger an der Ausschreibung teil. Es wurde eine eigene Verwaltungsgesellschaft UG gegründet. „Wer sich auskennt, weiß, wieviel Kapital hinter einer UG steckt“, so Dierken ironisch. Im Jahr 2011 wurden dann die Reparaturen durchgeführt, Landzeitarbeitssuchende halfen bei der schweren Arbeit, auch die Osthannoversche Eisenbahnen AG (OHE) unterstützte großzügig. Der Landkreis Lüneburg unterstützte und durch MdB Pols Vermittlung konnten ca. 1200 Schwellen wieder aufbereitet werden. Es wird weiter investiert, ein Betrieb ist ohne Zuschüsse möglich. „Das Bleckwerk brummt“, so Dierken weiter. „Dort wird Technik von vor über zwei Generationen noch beherrscht, moderne Technik sowieso. Die Loks kommen jetzt einfach übers Gleis statt teuer über die Straße transportiert zu werden, ein großer Vorteil für die Eisenbahnstadt Bleckede!“

BM Jens Böther gratuliert: „Über 100 Jahre gibt es den Eisenbahnanschluss in Bleckede. Das Eisenbahnausbesserungswerk hat mehr als 20 Arbeitsplätze, die touristische Vernetzung mit Lüneburg steht nun im Vordergrund. Man kann nun auch als Lüneburger mit dem Fahrrad in die Elbtalaue fahren, auch das Biosphaerium Bleckede unterstützt das Vorhaben – ein großer Meilenstein und ein Gewinn für die Stadt. Ich wünsche der Bleckeder Kleinbahn viel Erfolg. Dies ist die schönste Strecke im Landkreis Lüneburg!“

Stellvertretende Landrätin Nicole Ziemer überbringt die Grüße von Landrat Nahrstedt: „Während der Fahrt genoss ich die gelben Rapsfelder und die wunderschöne Landschaft, der Heide-Elbe-Express selbst ist eine Attraktion. Immerhin 20 Kilometer Strecke wurden saniert, das war viel harte Arbeit und Mitte Dezember wurde grünes Licht gegeben, die AVL war sogar schneller als geplant.“ 15.000 Euro verdienten Zuschuss gab der Landkreis, die Kommunen an der Strecke insgesamt 11.000 Euro.

Oberbürgermeister Ulrich Mädge: „Früher fuhr die Bahn nur bis Lüneburg-Nord. Zugfahren ist ökologisch vernünftig, die Entschleunigung sollte man erleben.“ MdB Eckhard Pols: „Statt die Schwellen zu entsorgen, haben wir sie der Wiederverwendung zugeführt, wir hoffen auf einen weiteren Ausbau mit Job Sozial und noch höhere Geschwindigkeiten.

Karin Bertholdes-Sandrock lobte den großen Idealismus. „Familien sollten das Rad nehmen und Ausflüge machen.“ Sie ging mit gutem Beispiel voran und spendete zwei Schwellen, wie es die BZ ebenfalls im Vorfeld getan hatte. Martin Gödecke überbrachte Grüße der Schützengilde und freute sich, dass der Heide-Elbe-Express zum Schützenfest auch fährt, auch er spendete privat zwei Schwellen.

Anschließend wurde der Triebwagen auf den Namen „Elbtal“ getauft – natürlich nicht mit einer Flasche Sekt, sondern mit dem Inhalt eines Bierglases...

CS

 

 

 

 

 

 

Ja zur Brücke!
Die Finanzierung der Elbbrücke ist gesichert -
„Den Ostkreis für die Zukunft aufstellen“


Die BZ im Gespräch mit Karl Heinz Hoppe,

Sprecher des Förderkreises Elbbrücke

 

1. Herr Hoppe, die Kosten für den Bau einer Elbbrücke zwischen Neu Darchau und Darchau scheinen sämtliche von den Gutachtern Georg & Ottenströer aufgezeigten Entwicklungsfortschritte unserer Region in den Hintergrund zu drängen. Auch der Gedanke, dass es sich um ein Projekt der deutschen Einheit handelt, die es bei uns noch zu vollenden gilt, gerät ins Vergessen.
Die derzeit genannte Summe von etwa 46 Millionen Euro sowie die Unterhaltungskosten stehen im Vordergrund. Zurück gedrängt werden die erforderlichen Investitionen, die den südöstlichen Landkreis, das Amt Neuhaus und angrenzende Bereiche zukunftsfähig machen könnten. Wie erklären Sie sich das?

K. H. Hoppe: Man weiß in Lüneburg um die Situation des Ostkreises, weil man diese mit einem Investitionsprogramm aufbessern möchte. Eine derartige Maßnahme grenzt aber das Kernproblem aus. Das Kernproblem ist der Bau einer festen Elbquerung, die, wie gutachterlich aufgezeigt worden ist, zu einem wirtschaftlichen Aufschwung führen wird. Eine Brücke ist der Dreh- und Angelpunkt, um die deutsche Einheit in unserer Region menschlich wie wirtschaftlich zu vollenden. Der Ostkreis umfasst nicht nur das Amt Neuhaus, sondern auch die Bereiche Bleckede und Dahlenburg. Wenn wir jetzt nicht in die Zukunft investieren, wird der „Eiserne Vorhang“ bereits in Neetze beginnen.


2. Am Telefon sagten Sie, Herr Hoppe, das Geld für die Brücke ist da. Wie viel Geld ist vorhanden oder gibt es noch Finanzierungslücken?


K. H. Hoppe: Derzeit belaufen sich die geschätzten Kosten auf Euro 45 Millionen; davon werden 75% vom Bund übernommen, das wären etwa Euro 31 Millionen. Grundlage ist das GVFG / Gemeinde-Verkehrs-Finanzierungs-Gesetz. Dieses Geld wird vom Land Niedersachsen verteilt und ist fest zugesagt. Eine wertvolle Zusage, denn der Prozentsatz gilt ebenfalls bei steigenden Kosten. Des Weiteren sind zugesichert: Euro 2,3 Millionen an Landesmitteln für den Landkreis. Der Landkreis Lüchow-Dannenberg, der vom Bau einer festen Elbquerung ebenfalls profitieren wird, steuert Euro 700 000 bei. Für den Landkreis Lüneburg verbleiben Euro 11,6 Millionen, davon sind bereits über Euro 2 Millionen für Gutachten, Planungskosten, Statik usw. ausgegeben und Euro 9,6 Millionen sind haushaltsmäßig für die nächsten Jahre eingeplant. Die bisher zu erwartenden Kosten sind damit gesichert. Da die allgemeinen Planungen und die Trassenplanungen so durchführbar sind wie gutachterlich vorgelegt, könnte der Kreistag über das Planfeststellungsverfahren beschließen. Ein Planfeststellungsverfahren ist für den öffentlichen Bereich so etwas wie ein Bauantrag für den privaten.
Finanzierungslücken entstehen, wenn das Ausschreibungsergebnis anders aussieht, als die zurzeit geschätzten Kosten. Über Mehrkosten muss zu gegebener Zeit entschieden werden, wobei von der Landesregierung zugesagt worden ist, eventuelle Mehrkosten neu mit dem Landkreis zu verhandeln. Ich habe einen Vorschlag eingebracht, inwieweit für derartige Kostensteigerungen EU-Mittel beantragt werden könnten. Da wir Ziel 1-Gebiet sind, kämen für uns auch Ziel 1-Mittel infrage, weil hier eine gesamtwirtschaftliche Förderung im Raum steht. Alle politisch Beteiligten, die ernsthaft die Brücke wollen sind gefordert, Wege zu finden, die die Realisierung des Bauvorhabens unterstützen. Es wäre verkehrt, alles vor sich herzuschieben.


3. Ist Ihnen über die Folgekosten eine Summe bekannt? Gerade die Folgekosten bereiten dem Landkreis /Landrat erhebliche Sorge.


K.H. Hoppe: Man geht davon aus, dass für die Unterhaltung pro Jahr 1 % der Baukosten zu veranschlagen sind. In unserem Fall wären es Euro 450 000. In den ersten fünf Jahren sind ohnehin keine Kosten für den Bauherrn zu erwarten, weil in der Gewährleistungszeit die Baufirma haftbar wäre. Zusätzlich sind volkswirtschaftliche Überlegungen einzubeziehen. Wie hoch sind die jährlichen Kosten, die dem Staat, also dem Steuerzahler entstehen? Was kostet der jetzige Zustand und von wem wird der bezahlt? Zwei Rechnungen zeige ich Ihnen jetzt auf: Kosten, die dem Steuerzahler entstehen: Für eine Verzinsung mit 4% (jetzt kann man wahrscheinlich von 2% ausgehen) müssen 1,8 Mio. Euro bereitgestellt werden; 2% Abschreibung = 0,9 Mio. Euro /Jahr; dann die Unterhaltung mit 1% = 0,45 Euro / Jahr. Das sind 3,15 Mio. / Euro an kalkulatorischen Kosten für die öffentlichen Haushalte (Bund, Land, Kreis). Nun zum jetzigen Zustand: Wir müssen bedenken, dass die Fähre allein durch die Fährbenutzer finanziert wird. Das Verkehrsgutachten geht ab dem Jahr 2025 von 3400 Fahrzeugen pro Tag als Jahresmittelwert aus. Angenommen die Anzahl der Fahrzeuge benutzt 2025 die Fähre, so ergäbe sich nach den heutigen durchschnittlichen Fährpreisen folgende Summe: 3400 x 4,50 Euro x 365 Tage = 5845000 Euro pro Jahr. Es handelt sich um Kosten, die die Bürger/innen zu tragen haben.
Noch höhere Kosten ergeben sich, wenn die Fähre aus verschiedenen Gründen wie Eisgang, Hochwasser oder eingeschränkte Betriebszeiten nicht einsatzfähig ist. In solchen Fällen müssen die Bürger über Lauenburg oder Dömitz ausweichen. Wieder eine Rechnung: Man könnte von einer 20 km langen Umwegstrecke ausgehen.
3400 x 20 km x 0,40 Euro /km = 27.000 Euro Mehrkosten /Tag oder Mehrverbrauch:
3400 x 20 km x 9 Liter / 100 km = 6120 Liter. Kraftstoff / Tag und Mehrbelastung:
3400 x 20 km x 0,180 kg /km = 12240 kg CO 2 Belastung/Tag
Das sind ökologische Dimensionen, die uns zu denken geben sollten.


4. Auch der Trassenbau soll nach ihren Worten geregelt sein. Was bedeutet das? Da könnten die Planungen doch ordnungsgemäß weitergehen?

K. H. Hoppe: Wie ich schon ausführte, müsste auf jeden Fall das Planfeststellungsverfahren angeschoben werden. Ich bin dankbar und freue mich, dass der neue Kreistag das Planfeststellungsverfahren, wie es angedacht war, in Gang setzen will, um danach in die Ausschreibung zu gehen. Nach diesen Schritten kann man noch genauer feststellen, wie sich die Kosten entwickelt haben.
Selbst wenn die Elbbrücke wider Erwarten nicht verwirklicht werden sollte, muss laut Verkehrsgutachten ab dem Jahr 2025 auf der Fähre wie auch im Ortsdurchgangsverkehr in Neu Darchau täglich mit etwa 3000 oder 3400 Fahrzeugen gerechnet werden. Wer den Verkehr durch den Ort vermeiden will, kann nur für die Brücke sein.


5. Die Aussagen der Politiker zur Brücke sind bekannt. Sie sind gegenüber dem Amt Neuhaus im Wort. Meinungen können sich ändern, wenn Sachverhalte fachlich durchdrungen und deutlicher werden. Spätestens nach dem Gutachten von Georg & Ottenströer müsste den Kreistagsabgeordneten die Bedeutung einer festen Elbquerung für unsere Region und für die Metropolregion Hamburg mit ihren angrenzenden Gebieten klar sein. Des Weiteren ist die Finanzierung gesichert, wie Sie eben darlegten. Sehen Sie trotzdem noch Überzeugungsbedarf bei den Kreistagsabgeordneten?

K. H. Hoppe: Alle Kreistagsabgeordneten sind über diese für die Landkreise Lüneburg und Lüchow-Dannenberg anstehende Jahrhundertmaßnahme durch unsere sachlich umfangreiche Informationsbroschüre in Kenntnis gesetzt worden. Ich nehme es als ein gutes Zeichen, dass sich die Abgeordneten mit dem Brückenprojekt fachlich auseinandergesetzt haben, weil aus ihrem Kreis kein Widerspruch laut geworden ist. Daraus schließe ich, dass die Argumente der Brückenbefürworter den Entscheidungsträgern bekannt sind und ihnen die Meinungsfindung erleichtern wird.

6. Kürzlich war von Politikern zu hören, was man mit einer Summe von 46 Millionen alles so machen könnte, wenn man diese nicht für die Elbbrücke verbaute. Wie denken Sie darüber?

K. H. Hoppe: Die von mir genannten Summen sind an den Bau der Elbbrücke gebunden. Sie können bis auf den Anteil des Landkreises nicht für anderweitige Maßnahmen verwendet werden. Durch die jahrelange Arbeit am Für und Wider der Brücke sind die ökologischen Fragen gutachterlich zufriedenstellend gelöst worden. Umfassende Untersuchungen und Gutachten haben jetzt dazu geführt, dass die anfänglichen kritischen Äußerungen entkräftet werden konnten. Befürchtungen wurden ernst genommen und sind ausgeräumt worden.


7. Zum Abschluss noch eine persönliche Frage. Sie haben sich jahrzehntelang im Kreistag engagiert. Jetzt setzen Sie sich mit allen Kräften für den Bau einer Elbbrücke ein. Was treibt Sie an?
K. H. Hoppe: Ich fühle mich auch nach meiner über vier Jahrzehnte währenden Kreistagszugehörigkeit der Öffentlichkeit und dem Gemeinwohl verpflichtet und setze mich deshalb für den Bau einer festen Elbquerung in unserer Region ein. Von der Richtigkeit und von der Notwendigkeit dieses bedeutsamen Jahrhundertbauwerks bin ich persönlich überzeugt. Die Situation des Amtes Neuhaus liegt mir am Herzen. Politiker müssen ihren Worten Taten folgen lassen. Für mich bedeutet das selbstverständliche Ja zur Deutschen Einheit auch das selbstverständliche Ja zur Brücke.


8. BZ: Herr Hoppe, die BZ dankt für das Gespräch.                                                                                       

KF

 

 

 

 

 

 

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